|
||||
|
KONTAKTADRESSE
Arlberger Kulturtage Verein für ein kreatives St.AntonAlte Arlberg Strasse 7 6580 St. Anton a. A. Tel. 05446/2276 info@arlberger-kulturtage.at |
Heim Heimat heimatLOS
In der deutschen Sprache ist kaum ein Begriff so gefühlsbeladen wie das Wort „Heimat“, vor allem die Tourismuswirtschaft benützt Heimat und alles was man damit verbindet wie Tradition, Kultur, Gastlichkeit usw. gerne für ihre Präsentation nach außen.
Der Begriff Heimat ist heute für viele so eng verbunden, dass ihn manche, in der heutigen Zeit der sogenannten Globalisierung, nicht mehr hören können oder wollen. Für andere ist es der Inbegriff des eigentlichen Daseins und sie würden ihren letzten Gartenzwerg im heimatlichen Schrebergarten dafür verteidigen. Doch was ist eigentlich Heimat? Ist Heimat nur ein arg strapazierter Begriff, gerade weil die Welt heute jedem offen steht? Wird einem der Begriff Heimat deshalb wieder mehr bewusst?
Wie definiert man zum Beispiel in St. Anton am Arlberg den Begriff Heimat? Ein Dorf, das sich vom landwirtschaftlich geprägten Dasein zu einem international bekannten Wintersportort hochgearbeitet hat. Mit all seinen Vor- und Nachteilen. Was bedeutet heute für einen St. Antoner wohl das Wort „Heimat“? Ist es das Gefühl das von einem Besitz ergreift, wenn man nach einer langen Wintersaison sein Dorf wieder für sich hat, der sogenannte Dorf-Alltag, oder was davon über geblieben ist, wieder Einzug hält? Ist es der Ort, in dem man geboren ist, in dem man sich Freunde, Beziehungen, Familie geschaffen hat? Ist es der Ort, zu dem man immer wieder von Reisen „heimkehrt“ und Geborgenheit empfindet?
Wie gehen jene Bewohner mit dem Begriff „Heimat“ um, die zugezogen sind, oder nach St. Anton am Arlberg geheiratet haben. Ist die neue „Heimat“ wirklich Heimat geworden? Ist es gelungen auch hier dieses Gefühl zu entwickeln, dass man in seiner „angeborenen“ Heimat empfand? Ist es gelungen sich heimatlich zu integrieren, sich Freunde, Familie und Beziehungen zu schaffen?
Eines kristallisiert sich immer mehr heraus, Heimat ist mehr als ein Ort und ist für jeden Menschen etwas ganz Intimes und Eigenes. Heimat ist öfters das ganz eigene Ich, verbunden mit Träumen und Wünschen. Ob einen die für sich geschaffene Heimat mit dem damit verbundenen Glücksgefühl, aber auch der Verantwortung auch erfüllt ist ungewiss.
HEIM
Theaterstück vom Felix Mitterer.
![]() Mike: Hermann Gröber, Nina: Bernadette Hofer Hermann: Albert Korber, Ossi: Hartwig Ladner ![]() Günther: Martin Spiß, Monika: Katharina Spiss Hilde: Eva Falch, Walter: Peppi Spiss ![]() Regie: Christian Suchy ![]() Felix Mitterer »Im Herbst 1982 machte der Verein Tiroler Volksschauspiele den Spielplan für den folgenden Telfer Theatersommer. Neben zwei anderen Stücken stand „Karrnerleut“ von Karl Schönherr zur Debatte. Der Einakter entstand um die Jahrhundertwende und handelt von der Auseinandersetzung zwischen „Karrnern“ (fahrenden Leuten) und Sesshaften, vertreten durch einen Bauern und einen Gendarmen. Nachdem „Karrnerleut“ nur etwa 25 Minuten dauert, schlug Kurt Weinzierl vor, ich solle einen zweiten Einakter dazuschreiben, der ebenfalls mit diesem Thema umgeht, aber eben 80 Jahre später spielt. Daraufhin schrieb ich „Karrnerleut 83“, das aber nun nicht mehr von „jenischen“ Fahrenden handelte, sondern von jungen Leuten, die aus der Gesellschaft auszubrechen versuchen und von den „Sesshaften“, den „Ordentlichen“ bestraft werden. 1986 erhielt ich vom Linzer Landestheater einen Stückauftrag, und ich schlug vor, den Einakter zu einem abendfüllenden Stück auszubauen. Die Uraufführung fand unter dem Titel „Heim“ im herbst 1987 in den Kammerspielen des Linzer Landestheaters statt.«
(aus „Stücke 1“ erschienen im Haymonverlag) Unter der Regie von Christian Suchy entsteht wie auch in den vergangenen beiden Jahren in einem Langzeitprozess eine „Site-specific-Inszenierung“ basierend auf Mitterers „Heim“ mit der Zielsetzung, eine ortsverbundene authentische Variation unter Einbeziehung jungendlicher und erwachsener SpielerInnen zu kreieren.
Gemeinschaftsproduktion der Vereinigten Bühnen Stanzertal
Premiere: 23. Juli 2004, 20.15 Uhr
Weitere Aufführungen: 24. 25. 28. 30. 31. Juli und 1. August 2004 Fluchtstollen des Arlbergstraßentunnels
Parkplatz Rendlbahn (5 min. Fußmarsch oder Shuttelservice) Kartenvorverkauf beim Tourismusverband St. Anton
Farbe in die Heimat
Symposion, Ausstellung, Vernissage ![]() In der Woche von 10. bis 17. Juli 2004 werden wieder KunstmalerInnen und BildhauerInnen in St. Anton am Arlberg zu Gast sein, und ihre Eindrücke zum Thema Heimat in bildnerischen From verarbeiten.
Eingeladen sind folgende Künstler:
Anton Amort, Wolfgang Bereiter, Norbert Mayer, Kersten Thieler-Küchle und Lothar Zull Ausstellung in der Galerie der Raiffeisenbank
Vernissage: 17. Juli 2004, 17 Uhr
»Heimatabend«
Heimatliche Gegensätze – und doch wieder ein Gleichklang
![]() Heimat und seine Traditionen definiert jeder für sich ganz spezifisch. Diesen interessanten Gegensatz zu artikulieren und aufzuzeigen ist Thema dieses Programmpunktes.
Heimat definiert man auch über die Sprache, nicht umsonst ist nicht nur Österreich an sich, sondern gerade unsere Region so reich an Dialekten, die die Kommunikation untereinander oft nicht gerade einfach machen. Sprache hat sich aber in den letzten Jahrzehnten sehr verändert. Die Alten sprechen im eigenen Dorf eine andere Sprache als die Jugend, die sich dem Einfluss von Medien und Tourismus nicht entziehen können. Der Wandel der Sprache, der Mundart wird an diesem Abend beleuchtet werden. Resi Hafele, St. Antons Mundartdichterin liest aus ihrem Werk, Jugendliche werden diese Texte in ihre heutige Sprache „übersetzen“. Interessante Einblicke werden dadurch offenkundig. Ein Referat aus dem Buch "Tiroler Oberland" von Robert Klien wird als Einstimmung dienen.
Musikalische Beiträge sind "Weana Gschdanzln & Gscheate Liada" konfrontiert mit Alpenländischen Volksweisen.
Mittwoch 14. Juli 2004, 20.15 Uhr im Vallugasaal, Eintritt frei.
Kinder- und Jugend(t)räume
![]() Experimentelles Aktionstheater
Was ist Heim?
Was ist und vor allem: wer braucht Heimat? Wann ist man heimatlos? Und wieso? Ist Heimat geheim? "Youth Exchange" mit Jugendlichen aus Bulgarien, der Slowakei, Spanien & dem Jugendtheater - Ensemble Lei(N)Wand der "Vereinigten Bühnen Stanzertal"
Künstlerische & Pädagogische Gesamtleitung: Christian Suchy.
16. und 17. Juli 2004, 20.15 Uhr, Ferienpark, Heimatmuseum
(Änderungen vorbehalten)
Peppi Spiss
(Präsident) |
|||